Es gibt gute Nachrichten für Privatpersonen: Die durchschnittlichen Krankenkassenbeiträge werden 2022 um 0,2 % gesenkt. Das gab es zuletzt 2008, danach stiegen die Prämien um ca. 2,4 % pro Jahr.
Warum die Prämien wieder sinken, welche Neuerungen der Bundesrat eingeführt hat und wie die langfristige Zahlungsfähigkeit der Krankenkassen sichergestellt wird, erklärt uns Caroline Wilke von Helsana in diesem Gastbeitrag.
Die durchschnittliche Prämienbelastung aus der Grundversicherung sinkt um 0,2 %
Gute Neuigkeiten: 2022 sinkt die mittlere Monatsprämie – die durchschnittliche Prämienbelastung aus der Grundversicherung – pro Person im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 %.
Warum dies seit Langem wieder möglich ist? Grundsätzlich müssen die Prämieneinnahmen die Leistungskosten decken. Weiter werden zu erwartende Kapitalerträge bei der Berechnung der Prämien berücksichtigt – und Reserven.
Einer der Hauptgründe: der Abbau von Reserven
Was sind Reserven? Mit ihnen wird die langfristige Zahlungsfähigkeit der Krankenversicherer sichergestellt und Schwankungen durch unvorhergesehene Ereignisse ausgeglichen. In den vergangenen Jahren waren die Leistungskosten tiefer als kalkuliert und es konnten Erträge aus den Kapitalanlagen erwirtschaftet werden.

Der Bundesrat hat zwei Neuerungen eingeführt
Krankenversicherer dürfen die Prämien knapper kalkulieren. Das heisst, dass wir die Prämieneinnahmen möglichst nahe an den zu erwarteten Kosten ansetzen und dabei ein etwas grösseres Risiko eingehen können, was aus Reserven gedeckt werden muss. Zudem dürfen wir einfacher als bis anhin vorhandene Reserven abbauen und an die Versicherten ausschütten. Bei Helsana sinken dadurch die Grundversicherungsprämien bei rund 80 Prozent unserer Kundinnen und Kunden bzw. bleiben zumindest gleich.
2022 bauen wir freiwillig Reserven in der Höhe von 76 Millionen Franken ab. Sie kommen unseren Kundinnen und Kunden direkt zugute, indem wir ihnen ab 1. Januar 2022 folgenden Betrag monatlich von der Grundversicherungsprämie abziehen:
- 5 Franken bei Erwachsenen,
- 3.50 Franken bei Jugendlichen und
- 1.50 Franken bei Kindern
Unsere Versicherten profitieren auch von der Fusion der Helsana Versicherungen AG mit der bisher eigenständigen Tochtergesellschaft Progrès Versicherungen AG per 1. Januar 2022: Ein grösserer Versichertenbestand verspricht eine stabile und nachhaltige Prämienentwicklung.

Die Prämien der Zusatzversicherungen bleiben gleich
Die Prämien unserer Zusatzversicherungen bleiben gleich – mit Ausnahme von PRIMEO, unserer Zusatzversicherung für ambulante Leistungen. Aufgrund des guten Schadenverlaufes können wir die PRIMEO-Prämie senken.
Das kommt nicht nur unseren bestehenden Kunden entgegen. Ambulante Leistungen werden zunehmen, da beispielsweise gewisse Operationen nur noch ambulant durchgeführt werden dürfen.
Ein Tipp für Gesundheitsbewusste
Noch ein Tipp für Gesundheitsbewusste: Unsere neue Zusatzversicherung COMPLETA EXTRA als Ergänzung zu COMPLETA, vergütet im Bereich Gesundheitsförderung Leistungen bis zu 1000 Franken.

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